Musik beim Fitness: Welcher Musiktyp bist du?

Vielleicht gehörst Du auch zu den Menschen, die ganz besonders auf Musik ansprechen. Die bei traurigen Musikstücken einen Kloß im Hals bekommen, sich durch musikalische Klänge sofort beruhigen lassen oder sich auch regelrecht mitreißen… und damit motivieren lassen.

Mich treibt die richtige Musik beim Fitness Training immer wieder zu Höchstleistungen an. Gerade wenn z.B. mein Lieblingslied auf dem MP3 Player kommt, spornt mich das nochmal an, auch wenn ich schon am Ende meiner Kräfte bin. Da fragt man sich, wieso die Musik einem nochmal die letzten Reserven entlocken kann und welche Mechanismen dahinter stecken.

Habt ihr auch schon solche Erfahrungen gemacht und was treibt euch so richtig an, wenn ihr Sport macht?

Ich liebe Musik auch und höre viel und gerne – auch beim Arbeiten. Allerdings: Wenn das Telefon läutet, mache ich immer aus, denn

  • Hintergrund“gedudel” macht im Geschäftsleben keinen so guten Eindruck,
  • es kann am Telefon ganz schön ablenken oder irritieren,
  • und es beeinträchtigt auch Deine Konzentration, weil Du – auch wenn Du es nicht bewusst merkst – dich beschallen und damit deinen Sinnen und deinem Hirn Stoff zum Verarbeiten gibst.

Jedenfalls mache ich gerade eine Pause vom Schreiben eines neuen Artikels für Muskle-Guide.de und dachte mir, ich stelle dir mal eine Handvoll meiner Favoriten vor. Vielleicht hörst Du ja auch gerne Musik beim Fitness und findest etwas, das dir gefällt.

Musik beim Fitness motiviert

Wie bereits erwähnt, kann Musik beim Fitness Training dich zu neuen Höchstleistungen anspornen, vorraussgesetzt Du hörst die richtige Musik.

Wer beim Sport oder Fitness Musik hört, hat nicht nur mehr Spaß an der Bewegung, sondern steigert auch seine Ausdauer. Entscheidend ist dabei, den richtigen Rhythmus zu wählen, hat der Sportwissenschaftler Costas Karageorghis von der Londoner Brunel-Universität nachgewiesen – denn das allein reicht aus, um messbar mehr Leistung zu erbringen.

Angenehmer Nebeneffekt: Selbst wenn der Sportler an der Grenze seiner Leistungsfähigkeit trainiert, verringert die musikalische Begleitung das Gefühl von Anstrengung und Erschöpfung.

Für seine Studie ließ Karageorghis 30 Freiwillige auf einem Laufband trainieren, während sie verschiedene Musikstücke hörten – unter anderem von Queen, den Red Hot Chilli Peppers und Madonna.

Die Rhythmen der Musik waren dabei so ausgewählt, dass sie verschiedenen beim Sport zu erwartenden Pulsfrequenzen entsprachen. In einigen Versuchen bekamen die Läufer die Anweisung, ihre Bewegungen genau an das Tempo der Musik anzupassen, in anderen konnten sie ihre Laufgeschwindigkeit unabhängig von der Musik frei wählen.

Als optimal erwies sich ein Rhythmus mit 120 bis 140 Schlägen pro Minute, entdeckte der Forscher.

Liefen die Probanden synchron zu einem solchen Rhythmus, brachten sie zum Teil bis zu 15 Prozent mehr Leistung. Gleichzeitig spürten sie die Anstrengung sehr viel weniger als ohne die musikalische Begleitung.

Musik beim Fitness wäre daher Karageorghis‘ Ansicht nach gerade bei überwachten Bewegungsprogrammen, wie sie etwa für die Rehabilitation nach Schlaganfällen oder die Behandlung von Fettleibigkeit eingesetzt werden, sehr von Nutzen, da sie die Bereitwilligkeit der Patienten zum Mitmachen deutlich erhöhen könne.

Aber auch Hobbysportler könnten mit dieser einfachen Taktik ihre Lust auf Bewegung merklich steigern.

Karageorghis wird seine Ergebnisse jetzt auch in die Praxis umsetzen: Er hat für die 12.500 Teilnehmer an einem Londoner Halbmarathon ein Musikprogramm ausgewählt, das von mehreren entlang der Strecke verteilen Bands live gespielt werden soll.

Diese Studie beweist laut Karageorghis, das Musik beim Fitness ein Doping mit Rhythmus ist.

Meine Musik beim Fitness

Ich höre auch während des Fitness Trainings Musik, aber mir ist aufgefallen, dass ich während des Arbeitssatzes so konzentriert bin, dass ich die Musik nicht mehr wahrnehme. Daher dient die Musik beim Fitness eher als Entspannung zwischen den Übungen/Sätzen bei mir.

Üblicherweise höre ich persönlich Rock- und Metalklänge beim Ausdauertraining. Sie erinnern mich an die Musik in Extremsportvideos und wegen der Dynamik, die bei dieser Assoziation mitschwingt, empfinde ich beim Anhören stellenweise ebenfalls diese Dynamik. Die wiederum hilft mir an schlechten Tagen durchzuhalten und an guten Tagen verstärkt sie dieses Gefühl von Unbezwingbarkeit, das man mir als Außenstehender wohl nur in Form eines dämlichen Grinsens ansieht.

Beim Krafttraining und Fitness Training bin ich kürzlich dazu übergegangen, vermehrt Musik aus der Hip-Hop Ecke zu hören.

Egal, in welchem Ausmaß ich im Fitness Training Musik höre, ich würde deutlich seltener zum MP3-Player greifen, wenn man im Fitness-Studio nicht so allgegenwärtig mit diesem wiedergekäuten Mist der ewig gleichen Radiosender beschallt würde. Oft hat mein Player eher die Funktion, die Radiomusik zu übertönen, weil ich bei der Playlist und der Musik der Fitness Studios eher Lust bekomme, Bomben zu werfen, als wie ein Hamster im Laufrad zu der Musik abzugehen.

In Fitness-Studios wird z.B. für Spinning, Step-Aerobic etc. passende Musik gespielt, um die träge Meute anzuspornen und die Qual zu erleichtern.

Es handelt sich hierbei um spezielle Aerobic-CD’s, die im 32-iger Bogen bei unterschiedlicher BPM-Zahl (BeatsPerMinute) gemixt werden. Zwischen den einzelnen Lieder besteht keine Pause. Diese CD’s sind in der Regel nur für Trainer mit gültiger Lizenz käuflich.

Du kannst aber Glück haben und z.B. bei Ebay eine dieser CD´s ersteigern. Gib hier als Suchbegriff einfach „CD Aerobic“ oder „Step-Aerobic“ „Thai-Bo“ o.ä. ein.

Hier eine kurze Liste einiger Lieder die auf dem MP3-Player gelandet sind:

  • 50 Cent – Man Down
  • DMX – Where The Hood At?
  • Afura – Crossfire (ft. M.O.P.)
  • Arsonists – Pyromaniax
  • Dilated Peoples – Live on Stage
  • Dilated Peoples – Who´s Who
  • Black Eyed Peas – Imma Be
  • Black Eyed Peas – Now Generation
  • Dog eat Dog – Rocky
  • Good Charlotte – I just wann
  • Die Happy – I am
  • Linkin Park – In the end
  • Linkin Park – Pushing me away


Falls du einen echten Geheim-Tipp hast, der dich beim Fitness Training besonders motiviert und von dem du denkst, das andere dieses Lied ebenfalls auf Ihren MP3-Player haben sollten, schreibe einfach ein Kommentar und teile deine Playlist mit uns 🙂

Viel Spaß und Erfolg im Training!

5 Antworten auf „Musik beim Fitness: Welcher Musiktyp bist du?“

  1. Bin per Zufall ueber deinen Blog gestolpert, da ich etwas zu Magerquark und Muskelaufbau gesucht habe.

    Absolut toll! Deine Beitraege sind super und helfen mir, mein Training zu gestalten.

    Vielen Dank 🙂

  2. Hallo blacktea,

    vielen Dank! Es freut mich sehr das dir die Beiträge gefallen und deine Trainingsplanung unterstützen. Ein positives Feedback von Seitens der Leser ist die größte Motivation beim Schreiben und zeigt auch, das ich den Leuten helfe, was ja das Ziel dieses Blogs ist.

    Viele Grüße

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