Radfahren oder Joggen? Was ist besser für die Fettverbrennung und die Ausdauer?

Die einen strampeln ihre Kalorien lieber auf dem Rad ab, andere verbrennen sie im Laufschritt beim Joggen. Sowohl Radfahren als auch joggen sind gut für die Ausdauer, das Herz-Kreislauf-System und halten den Körper fit.

Doch es gibt kleine Unterschiede: Mit welcher Sportart trainiert man mehr Muskeln? Was schont die Gelenke mehr? Und ist Radfahren oder Laufen ist besser für Einsteiger geeignet?

Aus diesem Grund werde ich in diesem Artikel die Cardio-Trainingsmethoden Radfahren und Joggen vergleichen.

Joggen verbraucht mehr Kalorien

Ein simpler Vergleich: Laufe einmal ein paar Kilometer und fahre dann die selbe Strecke mit dem Rad. Ergebnis: Nach dem Laufen bist du fix und fertig, nach dem Rad fahren merkst du kaum, dass du Sport gemacht hast.

„Beim Joggen bewegen wir mehr Muskeln und verbrauchen dadurch mehr Kalorien“, erklärt Dr. Marc Ziegler, Sportmediziner an der Uni Hamburg. „Weil mehr Muskeln im Spiel sind, muss auch das Herz mehr leisten. Es macht rund zehn Schläge mehr pro Minute. Joggen strengt also auch mehr an.“

Gut zur Fettverbrennung ist ein Puls von knapp 160 minus Lebensalter. Diese Pulsfrequenz erreicht man auch sehr gut bei strammen Spaziergängen oder lockerem Joggen. Man sollte dabei eine leichte Anstrengung verspüren, aber noch in der Lage sein, sich zu unterhalten. Halte deinen Puls mindestens 30 Minuten auf diesem Level. Wenn du unsicher bist, wie dein idealer Trainingspuls aussehen sollte, wenn du sehr dick bist und wenn du schon lange keinen Sport mehr betrieben hast, spreche vorher mit deinem Arzt, damit er dich in dieser Hinsicht berät.

Der durch Dauersportarten gesteigerte Energieumsatz ist von der Sportart, der Trainingsdauer, der Belastungsintensität und vom Körpergewicht abhängig, d.h. eine schwere Person verbrennt mehr Energie beim Sport als eine Person mit weniger Kilos.

Fit mit altem Damenrad

Wem die Kalorien wichtig sind, der ist mit Joggen besser bedient: Bei einer Geschwindigkeit von zehn Stundenkilometern verbraucht ein Jogger rund 850 Kalorien pro Stunde.

Ein Radfahrer muss schon doppelt so schnell fahren, um überhaupt auf 600 Kalorien zu kommen. Insofern tut ein Jogger mit weniger Aufwand mehr für seine Fitness. Jedoch ist beim Radfahrer der Kalorienverbrauch nicht ganz so einfach zu bestimmen. Am Berg oder bei Gegenwind wird schon mehr gestrampelt. Und auch auf das Fahrrad kommt es an. Auf einer Rennmaschine für 3000 Euro kann man mit wenig Aufwand schon sehr schnell fahren, ein altes Damenrad erfordert mehr Anstrengung.

Spaß muss es machen

Mit einem alten Rad käme ein Radsportler auch billiger weg als üblich. Denn tendenziell ist Rad fahren teurer als Joggen.

Für ein gutes Fahrrad muss man schon 500 Euro hinlegen und für eine Jahresinspektion beim Fachhändler noch einmal rund 40 Euro. Bei diesen Kosten hört für manche der Spaß schnell auf. Und Spaß sollte die Sportart, mit der man sich fit hält, schon machen.

Spaß ist im Freizeitsport das wichtigste. Wer sich nur der Fitness wegen aufrappelt, dem vergeht schnell die Lust am Radfahren oder am Joggen.

An dieser Stelle sei nun ausdrücklich auf die weiteren Vorteile von Radfahren oder Joggen hingewiesen.

  • durch regelmäßiges Radfahren oder Joggen wird Muskelmasse aufgebaut und dadurch steigt der Grundumsatz, d.h. durch Radfahren oder Joggen werden nicht nur die weiter oben genannten Joule-Werte verbraucht.
  • Radfahren oder Joggen hat einen günstigen Einfluß auf unser Appetitverhalten, d.h. durch regelmäßige Dauersportarten wird die natürliche Hunger/ Appetit- Sättigungsregulation normalisiert.
  • Radfahren oder Joggen kann die Motivation stärken, dauerhaft seine Ernährungs- und Lebensgewohnheiten umzustellen.
  • Radfahren oder Joggen hilft Streß abzubauen.
  • Radfahren oder Joggen trägt zur Verbesserung des allgemeinen Wohlbefindens bei.
  • Radfahren oder Joggen vermittelt Erfolgserlebnisse und bietet somit die Möglichkeit zur Selbstbestätigung und zur Selbstverwirklichung.
  • Radfahren oder Joggen bietet Gelegenheit zu Geselligkeit und Kontakt zu anderen Menschen.

Welche Sportart nun mehr Spaß macht, konnte ich bei diesem Vergleich nicht herausfinden. Das musst du selbst entscheiden 🙂

Viel Spaß und Erfolg beim Training!

10 Antworten auf „Radfahren oder Joggen? Was ist besser für die Fettverbrennung und die Ausdauer?“

  1. Hallo, hab mal zum Laufen eine Frage (vielleicht kennt sich der ein oder andere bei den Geräten aus), undzwar will ich allwetter mässig mitm laufen anfangen und mir deshalb ein Laufband in die Wohnung stellen, platz hab ich genug.

    Nun meine Fragen, worauf sollte man beim Kauf eines solches achten?, sind gebrauchte auch gut ?, welche Funktionen muss es haben ?

  2. Hi, ich persönlich mag beides nicht so gerne und bevorzuge das Trampolin springen. Das kann man gut zu Hause durchführen, ist auch bei Gelenkbeschwerden zu empfehlen.

  3. Radfahren und Joggen sind definitiv gute Erweiterungen für einen möglichst gute Rund-um-Fitness. Wie man auch im Winter zumindest mit dem Joggen auch ohne Laufband auskommt, zeigt ein Eintrag auf unserem Blog!

  4. Ein ausgewogenes Cardio Training, z.B. Joggen oder Radfahren gehören für ein gesundes Herz-Kreislauf-Training und für einen guten Stoffwechsel einfach dazu. Jeder der regelmäßig, und damit meine ich 2-3 mal pro Woche, für etwa 35-50 Min ein Cardio Training absolviert, wird sich besser fühlen und langfristig auch mit dem Abnehmen Erfolg haben wenn die Ernährung stimmt.

  5. Du schreibst gute Artikel – Danke!

    Ich bin mitte 40 und kann leider nicht Joggen wegen Problemen in den Kniegelenken. Aber mein Kalorienverbrauch ist als Radfahrer vollkommen ok. Bei längeren Trainingsfahrten durch den Schwarzwald verbrauche ich um die 2.000 Kal. Natürlich muss ich hierfür einige Steigungen und auch entsprechend mehr Kilometer reissen. Die Muskelmasse in den Beinen hat sich in den letzten 6 Jahren komplett umgewandelt. Das hilft zusätzlich Jahr für Jahr den Speckbauch zu verkleinern. Hätte ich mehr Zeit, dann wäre das Ziel sicher lange schon erreicht. 😉
    Ich kann es jedem raten – fangt an! Letztes Jahr hatte ich ein BelastungsEKG: Der Arzt staunte nicht schlecht über mein Herz-Kreislauf. Allerdings wäre es perfekt, wenn ich auch das Rauchen liesse ^^ – Mal schaun´

  6. Hallo, sehr informativer Artikel. Er heisst zwar „Radfahren oder Joggen?“, mich würde allerdings auch interessieren, ob Schwimmen eine gute Alternative zum Joggen ist, was Energieverbrauch und Herz-Kreislauf-Training angeht. Danke!

  7. Joggen und radfahren miteinander zu vergleichen, indem man die selbe Distanz als Grundlage nimmt, ist ausgesprochen dumm!
    Wenn man einen sinnvollen Vergleich will, muss man die Intensität und ein gewisses Zeitintervall gegenüberstellen!

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