Joggen bei Wind und Wetter: die ideale Kleidung und das richtige Warm-up

„April, April, der macht was er will!“ – so lautet eine der bekanntesten Bauernregeln. Und auch bis in den Sommer hinein sind wir in Deutschland oft mit wechselhaftem Wetter geschlagen. Das soll aber kein Grund sein, die Fitness zu vernachlässigen!

Häufige Fehler beim Joggen

Jogging gehört zu den beliebtesten Ausdauersportarten. Etwa 10 Millionen Menschen laufen in Deutschland regelmäßig auf Stadt-, Land- und Flurstrecken. Die Gründe dafür liegen klar auf der Hand: Joggen stärkt Herz und Kreislauf, hält schlank und fit. Weil es eine Outdoor-Sportart ist, tankst Du während des Trainings viel Sauerstoff für Deine Zellen. Außerdem gilt Joggen als eine unkomplizierte Sportart ohne teures Equipment. Gerade deshalb wird Jogging allerdings auch oft unterschätzt. Besonders Anfänger machen häufig Fehler, die den Erfolg beim Lauftraining schmälern oder die Motivation schnell abflauen lässt. Auch das Verletzungsrisiko kann so erheblich steigen.
Die gängigsten Jogging-Fails sind:

  • Joggen ohne Medizin-Check
  • Zu schnell, zu weit, zu viel
  • Kein individuelles Training
  • Nicht genug Flüssigkeit
  • Laufen mit der falschen Kleidung
  • Kaltstart ohne Warm-up

Wenn Du unter 35 bist, kein Übergewicht hast und regelmäßig Sport treibst, kannst Du ohne Bedenken mit dem Laufen beginnen. Menschen, die selten bis gar nicht körperlich aktiv sind, sollten sich sicherheitshalber vor dem ersten Lauf von einem Arzt untersuchen lassen. Vor allem wenn Du Dir als Hobby-Läufer große Ziele wie einen Marathon gesteckt hast, ist dieser Check Pflicht!

Schneller ist immer besser? Falsch gedacht! Ein lockeres Lauftempo, bei dem Du Dich noch ohne Probleme unterhalten könntest, ist viel effektiver, als einfach so schnell wie möglich loszurennen. Wenn Du zu schnell unterwegs bist, verbrennst Du nämlich Kohlenhydrate statt Fett. Auch gesundheitliche Vorteile des Laufens wie Blutdrucksenkung, Immunstärkung und Regulierung der Cholesterinwerte sind dahin. Wenn Du also auf Nummer Sicher gehen willst, besorge Dir eine Pulsuhr und kontrolliere genau, wann Du über Deine Belastungsgrenze gehst. Nach und nach wirst Du merken, wie Deine Belastungsgrenze steigt. Dies erreichst Du aber nicht, indem Du Dich ab und zu total verausgabst und viel weiter läufst, als Dir gut tut, sondern durch Regelmäßigkeit. Also: Lieber dreimal die Woche eine kleine Strecke als alle zwei Wochen eine lange! Ein bisschen Regen darf sowieso keine Ausrede sein, denn wie willst Du sonst über das Jahr regelmäßig draußen trainieren?
Aus den zwei genannten Fehlern oben ergibt sich ganz einfach auch der dritte: Du gönnst Dir kein individuelles Training, dass auf Deinen Fitness- und Gesundheitszustand abgestimmt ist und lässt Dich vielleicht durch falschen Ehrgeiz dazu bringen, es zu übertreiben. Häufig geschieht das, wenn man als Anfänger mit einer Gruppe mithalten will, die schon länger läuft. Wenn Du wirklich langfristig Erfolg und Spaß beim Laufen haben willst, musst Du aber Dein eigenes Tempo bestimmen!
Höre außerdem immer auf Deinen Körper und achte auf eine ausreichende Flüssigkeitsversorgung. Eine Dehydrierung hat nämlich Einfluss auf Deine Leistungsfähigkeit und natürlich auch Deine Gesundheit.

Die richtige Kleidung fürs Joggen

Das Allerwichtigste zuerst: die Schuhe! Egal ob bei Sonnenschein, Regen oder Schnee, beim Joggen ist das Schuhwerk ausschlaggebend. Dementsprechend viel Zeit solltest Du Dir beim Schuhkauf lassen, um wirklich das für Dich perfekte Paar zu finden.
Relevante Kriterien bei der Suche sind u.a.:

  • Sohle
  • Material
  • Einsatz
  • Gewicht

Die Deutsche Sporthochschule Köln empfiehlt zudem, Laufschuhe etwa nach 600 Kilometern auszumustern. Idealerweise hast Du mehrere Exemplare zum Wechseln, damit sich das Dämpfungsmaterial bis zum nächsten Einsatz wieder erholen kann. Speziell in der regenreichen Zeit empfehlen wir Dir statt normaler Laufschuhe mal sogenannte Trailschuhe auszuprobieren. Diese sind wasserabweisend und haben eine griffigere Sohle. Wenn Du nicht gerade durch tiefe Pfützen und Schlamm läufst, können aber auch wasserdichte Socken-Überzüge für Deine normalen Laufschuhe reichen.
Neben den Schuhen gibt es eine große Auswahl an Funktionskleidung, die Dir bei Wind und Wetter das Joggen erleichtern kann. Egal ob Du auf die allerneuste Markenware oder Deine altbewährten Laufklamotten setzt: Experten empfehlen bei schlechterer Witterung den Zwiebellook. So bist Du flexibel, wenn sich der Körper durch die Anstrengung erwärmt, aber trotzdem gut geschützt bei zum Beispiel einem plötzlichen Schauer. Eine leichte, wind- und wasserabweisende Regenjacke hilft, Feuchtigkeit von außen abperlen zu lassen und die Temperatur konstant zu halten. Damit der Schweiß trotzdem nach außen gelangen kann, bietet sich dünne Funktionswäsche darunter an. Gegen das Auskühlen durch Wind am Kopf schützt ein Stirnband oder eine dünne Mütze aus Funktionsmaterial. Um auch bei schlechterer Sicht gut im Straßenverkehr erkennbar zu bleiben, empfehlen wir Klettbänder mit Reflektoren. Sie stören beim Laufen nicht und können Leben retten.

Gerne unterschätzt: das Warm-up vor dem Laufen

Last but not least: Verzichte niemals auf das Warm-up! Hier gilt die Regel: Je kühler und feuchter es draußen ist, desto ausgedehnter sollte Deine Aufwärmphase sein. Ist sie zu kurz, drohen Zerrungen und Muskelverspannungen. Durch das Aufwärmen werden Dein Organismus und Deine Muskulatur auf die bevorstehende Belastung durch das Lauftraining vorbereitet. Der Blutfluss wird angekurbelt und Dein Körper kommt sozusagen auf Betriebstemperatur. Du kannst zum Aufwärmen auch einfach schnell gehen oder langsamer als Dein normales Tempo laufen. Nach 10 bis 15 Minuten wechselst Du dann in Deine Jogginggeschwindigkeit. Dehnübungen kannst Du später absolvieren. Ein separates, dynamisches Warm-up hat aber den Vorteil, dass Du Deine Oberschenkelmuskulatur stärkst und die Achillessehne flexibler machst.
Dein Cool-down darf übrigens bei schlechtem Wetter kürzer sein. Hier ist es besser, schneller raus aus dem Regen zu kommen und den Körper nicht zu stark auszukühlen. Das Dehnen solltest Du nach Drinnen verlegen und dann raus aus den nassen Klamotten und rein in die heiße Dusche!

Regnet es draußen? Na dann schnapp‘ Dir Deine Laufschuhe und los geht’s. Dank unserer Tipps sollte ein bisschen Wasser Dich nun nicht mehr verschrecken. Und je fieser es draußen ist, umso stolzer und glücklicher wirst Du nach dem Training sein, dass Du Deinen inneren Schweinehund besiegt hast. Freu Dich also auf eine ordentliche Portion Glückshormone – viel Spaß!

Fit mit der Stange: Barre-Workout und Pole-Dancing

Fitness von der Stange? Ja bitte! Beim Barre-Workout und Pole-Dancing dreht sich alles (und jeder) um die Stange. Was sich hinter den Trend-Trainings verbirgt und warum so viele Stars und Sternchen darauf stehen, erfährst Du hier!

Workout an der Stange und Vorurteile

Beim Stichwort Stange haben immer noch viele Menschen Vorbehalte oder falsche Assoziationen im Kopf. Du denkst dabei an kleine Mädchen in Tutus oder große Mädchen in Reizwäsche? Nix da, Pole-Dancing und Barre sind knallharte Workouts für taffe Frauen. Und ja, auch für Männer, wenn sie sich denn trauen! Wir möchten heute mal mit all den verstaubten Vorurteilen aufräumen und Dir zeigen, wie effektiv diese beiden Trainings eigentlich sind.

Barre-Workout: Liebling der Supermodels

Beim Barre-Workout, auch Barre Concept genannt, wird vor allem die tief liegende Muskulatur angesprochen und somit der Body gestrafft. Das Ideal der grazilen Ballerinafigur mag vielen beim Workout Kraft geben, aber beim Barre-Training geht es um mehr. Die Kombination aus Pilates, Yoga, funktionellen Übungen und klassischem Bühnentanz ist ein effektives Training, aber trotzdem sanft und entspannend. Die Übungen werden nämlich in der Regel langsam und ruhig ausgeführt. Oft sind die Bewegungen nur ganz klein, aber äußerst intensiv. Eine an der Wand befestigte Ballettstange hat dieser Sportart zwar ihren Namen gegeben, es können allerdings noch mehr Hilfsmittel zum Einsatz kommen, zum Beispiel Bälle, Gummibänder, kleine Gewichte und eine Matte.
Training nach dem Barre Concept ist in vielen deutschen Großstädten möglich, so zum Beispiel bei

  • Pole Your Body in Hamburg
  • Ballett Fitness und Hard Candy in Berlin
  • Barre Fitness in Köln
  • Barre Workout in Düsseldorf
  • Barre Concept in Stuttgart
  • Barre Fitness, My Sport Lady und Studio 12 in München

Barre-Übungen und ihre Wirkung

Was beim ersten Barre-Training direkt auffällt, sind die vielen Übungen mit gebeugten Knien. Auch die Füße werden stark einbezogen, weshalb Du das Workout am besten barfuß ausführst. Das Strecken und Anziehen der Zehenspitzen hält die Bänder und Gelenke geschmeidig, das Stehen auf Zehenspitzen intensiviert die Übungen, fordert den Gleichgewichtssinn und stärkt die Core-Muskeln. Das wiederum strafft die Muskulatur, baut sie auf und formt unter anderem einen schönen Po. Gerade Anfängern zittern schnell die Beine, aber genau so muss das sein! Du merkst fix, Barre hat es in sich.
Werden die Übungen korrekt und regelmäßig ausgeführt, erreichst Du durch Barre Concept eine Verbesserung der:

  • Beweglichkeit
  • Körperspannung
  • Balance
  • Muskelkraft

Rückenschmerzen und Verspannungen kann ein Barre-Workout ebenfalls positiv beeinflussen. Damit es nicht zu Verletzungen oder Muskelverkürzungen kommt, sind ein sorgfältiges Warm-up sowie ein gewissenhaftes Dehnen nach jeder Einheit Pflicht beim Training an der Ballettstange.
Beim Barre liegt der Fokus aber nicht nur auf den Beinen, denn es handelt sich um ein echtes Ganzkörpertraining. Nach dem Aufwärmen geht es zunächst mit Oberkörperübungen los. Hier werden vor allem Arme und Schultern gestärkt. An der Stange trainierst Du dann Waden, Oberschenkel und Deinen Po. Das Finish vor dem Abschlussdehnen gilt Bauch und Beinen. Typische Elemente sind Push-Ups, Sit-Ups und Squats. Sogar Cardio-Einheiten können eingebaut werden. Viele Übungen kannst Du mit einem Gummiband noch weiter verstärken. Wie das Ganze im Zusammenspiel aussieht, kannst Du Dir hier anschauen.

Pole-Dancing: (k)ein Vergnügen für Kerle?!

Pole-Dancing verbinden viele erst einmal mit Stripclubs und Junggesellenabschieden. In den letzten Jahren ist daraus aber ein ernstzunehmender Sport mit eigenen Meisterschaften geworden, der immer mehr Anhänger findet – auch in Deutschland. Nicht der erotische Tanz, um Männer zu erfreuen, steht dabei im Vordergrund, sondern die Lust an Bewegung und der Ehrgeiz, athletisch anspruchsvolle Figuren an der Stange zu meistern. Wer einmal ein Training besucht hat, weiß, dass Pole Dance – richtig gemacht – kein Zuckerschlecken ist und eine Menge blauer Flecken bescheren kann. Aber all das ist es wert, wenn eine neue Figur klappt, wenn Du den nächsten Level erreichst und Du spürst und siehst, wie sich Dein Körper bei regelmäßigem Training an der Stange verändert.
Am besten lernst Du Pole-Dancing in kleinen Gruppen bei einem ausgebildeten Trainer. Fortgeschrittene können sich auch eine eigene Stange für zu Hause anschaffen. Aufgrund der steigenden Beliebtheit der Sportart gibt es in allen größeren und inzwischen auch kleineren Städten Pole-Dance-Kurse.

Die Varianten des Pole Dance und ihre Wirkung

Wie Barre ist Pole-Dancing ein ganzheitliches Körpertraining. Je nach Geschmack und Vorliebe gibt es unterschiedliche Varianten. Du kannst entweder mehr auf tänzerische Übungen setzen oder stärker die akrobatischen Elemente verfolgen. Tanzpädagogin und Guinness-Weltrekord-Halterin in der Disziplin „Inverted Pole Climbing“ Nele Sehrt hat zum Beispiel mit Pole-Batics Sequenzen geschaffen, die stärker in Richtung Akrobatik gehen.
Über 300 verschiedene Figuren bietet das Stangenworkout, um die Muskulatur in Armen, Schultern, Bauch und Rücken sowie natürlich in den Beinen und dem Po zu fordern. Voraussetzung dafür ist eine gute Körperspannung und eine starke Muskulatur, die Du mit regelmäßigem Training an der Stange aufbaust. Somit kannst Du Pole-Dancing auch als Krafttraining für Frauen (und übrigens auch Männer) ansehen. Auch Cardio gehört zu einem Pole-Dance-Training dazu. Neben Kraft trainierst Du demnach Ausdauer, Gelenkigkeit und Flexibilität – und das in einer hohen Intensität!
Dass Pole Dance nicht einfach nur sexy und schon gar nicht vulgär ist, siehst Du sehr schön in diesem Video für Pole-Dancing-Anfänger. Hier wird ziemlich schnell deutlich, wie Eleganz und Kraft zusammenspielen, um die Bewegungen sauber hinzukriegen. Auch Ähnlichkeiten zu Barre werden ersichtlich, zum Beispiel in der Fußhaltung.

Ob ruhige Core-Übungen an der horizontalen Barre-Stange oder athletisches Workout mit der vertikalen Pole-Stange: Wir hoffen, Dir mit unserem Artikel einen frischen Blickwinkel auf diese Sportarten gegeben zu haben. Vielleicht hast Du dadurch ja sogar Lust bekommen, ein neues, anspruchsvolles Fitnessworkout auszuprobieren, um Deinen Körper bei der Stange zu halten. Wir wünschen viel Erfolg beim Ausprobieren!

Vom Balance-Board bis zu Balance Swing: was Gleichgewichtstraining für Deine Fitness tut

Balancetraining, das klingt erst mal wie etwas, dass vielleicht Tänzer oder Akrobaten benötigen. Dabei ist schon ganz normales Laufen ein Balanceakt Deines Körpers und Gleichgewichtstraining deshalb für jeden ein Gewinn. Wir verraten Dir, welche Übungen und Geräte Du für ein effektives Balance-Workout brauchst und was es Dir für Deine Fitness und den Alltag bringt.

Vorteile und Auswirkungen von Balancetraining

Der menschliche Körper vollbringt tagtäglich einen Balanceakt, denn damit Du gehen, stehen, sitzen, springen, laufen oder tanzen kannst, musst Du das Gleichgewicht halten. Kein Positionswechsel kann reibungslos gelingen, wenn das Gleichgewicht nicht gegeben ist. Der Gleichgewichtssinn sorgt unter anderem dafür, dass Dein Körper weiß, welche Muskeln wann gebraucht werden, um Dich zu stabilisieren und zum Beispiel Stürze zu verhindern. Das Balancetraining zielt dementsprechend auf den Stützapparat Deines Bodys ab, die tiefer liegenden Muskeln, auch Core-Muskulatur genannt.
Ein Balancetraining ist daher nicht nur eine Möglichkeit, die Fitness zu steigern, sondern trägt auch dazu bei, den allgemeinen Gesundheitszustand zu verbessern. Die Tiefenmuskulatur wird bei anderen Trainingsformen eher selten angesprochen, dabei ist sie so essentiell, um Verletzungen zu vermeiden. Wer regelmäßig Balancetraining macht, merkt schnell, wie sich die Stabilität des Körpers verbessert und „Fehltritte“ schneller ausgeglichen werden können. Auch Deine Haltung verbessert sich und das macht nicht nur optisch einen gewaltigen Unterschied, sondern löst eventuell auch Verspannungen. Durch die Stärkung der Rumpfmuskulatur kannst Du zudem den weit verbreiteten Rückenschmerzen etwas Wirksames entgegensetzen.

Hier haben wir für Dich die Vorteile des Gleichgewichtstrainings auf einen Blick aufgelistet:

  • Kräftigung der Core-Muskulatur
  • Stärkung von Sehnen und Gelenken
  • Reduzierung muskulärer Dysbalancen
  • Verbesserung der Koordination
  • Optimierung der Körperhaltung
  • Steigerung der Leistung
  • Lockerung von Verspannungen

Wie Du siehst, bringt ein gutes Gleichgewichtstraining Dir viel mehr, als Du vielleicht vorher gedacht hast. Richtig ausgeführt ist es ein effektives Ganzkörpertraining, das Du vielseitig gestalten kannst und das Dir zu mehr Lebensqualität verhilft.

Das richtige Balance-Workout für jeden Typ

Balance-Training ist für alle Altersgruppen geeignet und besonders für ältere Menschen eine sehr gute Möglichkeit, gegen schwindende Elastizität und andere Einschränkungen im Alter vorzugehen. Profisportler nutzen es, um eine Leistungssteigerung zu erlangen. Gerade Läufer setzen auf Gleichgewichtstraining, um einen ökonomischen Laufstil zu entwickeln und sich gegen Verletzungen besser zu schützen. Bist Du schon mal auf dem Laufband abgelenkt worden und hast gemerkt, wie schnell Du ins Straucheln gerätst? Oder beim Outdoor-Run gestolpert? Ein geschultes Balancegefühl ist hier Gold wert.

Um die Balance zu trainieren, gibt es viele Optionen. Wichtig ist, dass Du den Schwierigkeitsgrad stetig steigerst, natürlich aber in Deinem eigenen Tempo. Anfänger beginnen am besten mit einfachen Übungen ohne Hilfsmittel. Fortgeschrittene finden dann eine breite Palette an Geräten für den Heimgebrauch. Natürlich kannst Du auch im Studio Dein Gleichgewicht trainieren sowie Präsenz- oder Online-Kurse besuchen. Welches Balancetraining ist nun aber das richtige für Dich? Wir stellen Dir im Folgenden die besten Workout-Möglichkeiten vor.

Ein guter Start: einfache Balance-Übungen

Egal welche Übung Du machst, Du solltest dabei immer auf eine gewisse Grundspannung im Körper achten, vor allem im Bauchbereich. Stell Dir das in etwa so vor, als wenn Du den Bauch einziehst. Ebenso ist eine ruhige, gleichmäßige und entspannte Atmung wichtig. Für den Anfang versuchst Du es am besten mal mit dieser Übung: Stelle Dich barfuß und mit den Füßen schulterbreit voneinander entfernt hin und hebe ein Bein vom Boden ab. Achte jetzt genau darauf, wie Dein Fuß auf dem Boden aufliegt. Belastest Du eher die Ferse, die Zehen oder die Fußmitte? Ziel ist es, eine zentrierte, balancierte Haltung zu finden und problemlos auf einem Bein stehen zu können. Erst wenn Du einen sicheren Stand hast, solltest Du die Übung variieren, zum Beispiel, indem Du das erhobene Bein kreisen lässt oder die Arme dazunimmst.

Als weitere Steigerung kannst Du viele Übungen, die Du normalerweise auch machst, wie zum Beispiel Kniebeugen einfach mal auf den Zehenspitzen oder einem zusammengelegten Handtuch absolvieren. Durch den wackligeren Untergrund, wird die Core-Muskulatur mit ins Spiel gebracht. Mehr Übungsideen findest Du zum Beispiel bei uns im Shop. Tolle Balancetrainings sind übrigens auch Yoga und Pilates, denn im Fokus dieser Disziplinen liegt nichts anderes als das Körpergleichgewicht!

Kleine Hilfsmittel fürs Gleichgewicht: Balance-Boards und Bälle

In den letzten Jahren wurden eine Menge cleverer Hilfsmittel für das Balancetraining entwickelt, ein paar davon haben wir bereits kurz vorgestellt, zum Beispiel das Balance-Kissen fürs Büro und den Balance-Ball. Letzterer bietet Dir viele verschiedene Übungsvarianten und somit ein abwechslungsreiches Balance-Training für den ganzen Körper. Durch die geringe Größe kannst Du ihn auch super zu Hause einsetzen.

Simpler, aber nicht weniger effektiv ist das Balance-Pad. Die kleine Matte hat einen ähnlichen Effekt wie das zusammengerollte Handtuch. Du kannst sie zu Beginn auch nur auf einer Seite einsetzen und zur Steigerung der Intensität dann je ein Kissen pro Fuß nehmen. Alternativ gibt es auch längliche Balance Pads.

Spaß für alle: Balance Swing

Über Training mit dem Mini-Trampolin haben wir schon oft berichtet – einfach, weil wir es so klasse finden. Beim Workout auf dem Trampolin hast Du es grundsätzlich mit einem instabilen Untergrund zu tun und Deine Core-Muskulatur arbeitet vom ersten Schritt an. Bei diesem Training geht es nicht um Hardcore-Jumps, sondern um sanftes Schwingen, was es perfekt für alle Altersklassen und Fitnesslevel macht. Im Shop findest Du eine Auswahl an Trampolins sowie passende DVDs, die Dich in die Welt des Balance Swing einführen. Wenn Du lieber in der Gruppe trainierst, dann schau mal, ob es entsprechende Kurse in Deinem Fitnessstudio gibt. Immer mehr Studios nehmen Balance Swing in ihr Programm auf.

Hoch hinaus mit den Königsdisziplinen: Slings und Slacks

Du hast noch nicht genug und willst höher hinaus beim Gleichgewichtstraining? Dann probiere es Doch mal mit einer Slackline und werde zum Seiltänzer. Gerade im Sommer, wenn es draußen schön ist, macht das einfach nur Spaß und ist auch in geselliger Runde eine schöne Sache. Sicher hast Du beim Spazieren durch den Park schon einmal den ein oder anderen Slackliner gesehen.
Voll im Trend liegt auch das Schlaufen-Training, das ursprünglich aus dem Rehabilitationsbereich kommt. Den sogenannten Sling-Trainer, auch Suspension Trainer genannt, befestigst Du über Kopf und kannst dann verschiedene Übungen damit durchführen – vom einfachen Einhängen bis zu akrobatischen Figuren. Wir empfehlen erst einmal ein Probetraining im Studio zu machen, bevor Du Dir selbst Slings zulegst.

Das Tolle an Balance-Training ist, dass Du schon nach kurzer Zeit einen Unterschied spüren wirst. Wo Du vorher mit geschlossenen Augen beziehungsweise im Dunkeln oder bei instabilem Untergrund ins Wanken gerätst, wirst Du schnell sicherer. Also tu Deinem Körper etwas Gutes und probier es doch einfach mal aus! Wir freuen uns auf Berichte!

4 neue Wintersporttrends für Abenteuer im Schnee

Deine Skier reizen Dich nicht mehr und auch das Snowboarden wird langsam langweilig? Du wünschst Dir coole neue Wintersportarten, die richtig Spaß bringen? Wir stellen Dir vier abgefahrene Trends für jede Menge Fun im Schnee vor!

Segel setzen zum Snowfen

Nicht nur eingefleischte Surfer freuen sich auf diese Sportart: Snowfen verbindet das Surfen mit dem Eis und setzt noch ein Segel oben drauf. Dadurch ist es möglich, dass Du Dein mit Kufen ausgestattetes Surfbrett mit bis zu 80 km/h über das Eis steuerst. Erfunden wurde das Windsurfen auf dem Eis eigentlich schon in den 80ern von dem Kanadier Charles Chepregi. Dort ist der Sport ziemlich beliebt. Lange gab es in Deutschland nur ein paar eingeschworene Snowfer, die auch im Winter immer wieder nach geeigneten Plätzen zum Surfen Ausschau hielten. Mittlerweile wird aber ein größeres Publikum auf die abgefahrene Variante des Wellenreitens aufmerksam.
Das Coolste am Snowfen ist, dass Du es bei entsprechender Witterung auch außerhalb von Skigebieten betreiben kannst. Snurfer treffen sich zum Beispiel gern an den Voralpenseen um München, am Steinhuder Meer und anderen norddeutschen Gewässern, auf dem Berliner Müggelsee sowie der Havel. Wer sich noch nicht selbst aufs dünne Eis wagt, kann bei den Eissurfer-Meisterschaften auf dem Südtiroler Reschensee erst mal die Profis beobachten. Die erreichen übrigens noch weit mehr als 80 km/h: Der Speed-Weltrekord liegt derzeit bei 105 km/h auf dem Eis.

Im Rausch der Geschwindigkeit: Airboarding

Eine Nummer schneller als beim Eissurfen geht es beim Airboarden zu. Der gute alte Holzschlitten, der Dich jede Pistenunebenheit hat spüren lassen, hat ausgedient. Das Airboard ist eine Art aufblasbarer Schlitten, der Dellen und Hubbel abfedert – und gut für Stoff sorgt! Bis 100 km/h wirst Du schnell, wenn Du beim Airboarding den Hang hinuntersaust. Ach übrigens: Du liegst dabei auf dem Bauch, was Dich die Geschwindigkeit noch einmal viel intensiver spüren lässt. Deshalb ist der Highspeed-Schlitten auch eher was für Mutige. Gelenkt wird allein durch Verlagerung des Körpergewichts.
Airboarding-Kurse und -Verleihe gibt es in vielen deutschen Bundesländern: zum Beispiel in Feldberg, Unterstmatt und Dobel im Schwarzwald, in Holzhau bei Dresden, im Raum Sonthofen in Bayern und im Erzgebirge. Wenn Du Lust auf einen Wochenendausflug hast, dann mach doch einen Kurs in Österreich bei Salzburg, Schladming oder Landeck. Das Ganze kannst Du sogar verschenken und anderen eine Freude damit machen. Natürlich verleihen auch alle modernen Skigebiete wie zum Beispiel Oberstdorf im Allgäu Airboards für die rasante Abfahrt.

Wintersporttrends: Rauf aufs Rad und rein in den Schnee!

Wenn Du lieber zwei Räder unter Dir hast, statt auf dem Bauch herumzurutschen, dann ist Snowbiking das richtige für Dich! Dabei fährst Du einen Skibob und hast Fußskier angeschnallt. Noch lässiger ist aber das Fatbiken im Schnee. Das Fahrrad mit den monströsen Reifen hat kein Problem mit weichen Untergründen wie Schlamm, Sand und natürlich Schnee. Stürz Dich die Piste hinunter und sicher Dir downhill ganz neue Perspektiven auf die weiße Winterwelt. Damit Du genügend Grip hast, ist ein ausgeprägtes Reifenprofil nötig. Die Königsklasse hat 8 mm hohe Stollen. Erst wenn Eis ins Spiel kommt, müssen auch diese kapitulieren, dann helfen nur noch Spikes, um Dich in der Spur zu halten.
Mit einem Fatbike durch den Schnee zu fahren, ist ein herausforderndes Workout. Wenn Du längere Touren unternimmst und die Fahrt im Winter nicht gewohnt bist, nimm einen Energieriegel oder eine Banane mit, um Deine Reserven wieder aufladen zu können. Biken im Schnee geht übrigens nicht nur Crossroad, in Ruhpoldig gibt es den weltersten Fatbike-Winterpark. Dort geht es nicht nur downhill ab, für Fortgeschrittene stehen Schanzen und allerlei Hindernisse bereit. Dienstags und freitags wird das Areal sogar mit Flutlicht beleuchtet, sodass noch längeres Biken möglich ist. Außerdem kannst Du Touren durch die Chiemgauer Berge mit dem Fatbike unternehmen. Weitere Verleihstationen sowie echt coole Kurse und Touren findest Du zum Beispiel von der Bike Academy in den Kitzbüheler Alpen und in der Region Schladming-Dachstein bei Alpine Fatbike.

Spaß für Groß und Klein: Iglu bauen

Etwas weniger waghalsig, aber nicht minder anstrengend, ist das Iglubauen. Bei dieser Winteraktivität können sogar Kids fleißig mitwirken. Das tolle daran :Sie stärkt das Gemeinschaftsgefühl. Durch das Heben, Bücken und allgemeine Arbeiten im Schnee verbrauchst Du bis zu 460 kcal in der Stunde und trainierst sowohl Arm- als auch Beinmuskulatur. Wenn dann am Ende das fertige Iglu vor Dir steht, fühlst Du Dich einfach nur großartig! Getoppt wird das Erlebnis durch eine gemeinsame Übernachtung im selbstgebauten Iglu.
Wie man ein Iglu baut, erfährst Du natürlich von erfahrenen Guides. Dabei wird in der Regel die traditionelle Baukunst der Inuit gelehrt: der Blockbau. Mit Schneesäge und Schaufel geht es frisch ans Werk. Kurse gibt es in so gut wie allen Alpengebieten sowie im Bayerischen Wald. Meist gehören noch eine Schneeschuhwanderung und ein gemeinsames Abendessen mit zum Programm. Besonders gut hat uns das Angebot von der Wildnisschule Allgäu gefallen, die viel Wert auf ein authentisches Ambiente legt. Die Iglu Lodge in Oberstdorf setzt vor allem auf den Teambuilding-Effekt und weiß, wie ein gelungenes Event im Schnee aussehen muss. Im Netz findest Du aber noch viele weitere tolle Angebote zum Thema Iglu-Bau.

Hast Du Lust bekommen, eine der vorgestellten Wintersportarten auszuprobieren? Wir freuen uns auf Deinen Erfahrungsbericht! Was ist Dein liebster Wintersport und was kannst Du machen, wenn Du weder Schnee noch Berge vor der Tür hast? Wir verraten es Dir hier.