Beruf Personal Trainer: Das Hobby zum Beruf machen und Fitnesstrainer werden

Wer schon länger in einem Fitness Studio trainiert oder sogar schon selbst dort für einige Zeit als Trainer gearbeitet hat, hat sich vielleicht schon einmal mit dem Gedanken getragen, dieses Hobby zum Beruf zu machen. Doch wie bereitet man sich am besten für eine Selbstständigkeit als Fitness-Personaltrainer vor?

Berufsbild Personal-Fitness-Coach

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Ist genügend Kapital vorhanden, kann natürlich ein eigenes Fitnessstudio gegründet werden. Eine weitere Möglichkeit wäre es jedoch, als freiberuflicher Trainer in ein Fitnessstudio einzusteigen. Als tatsächlicher Personal-Trainer hingegen betreut man seine eigenen Kunde ist unabhängig von einem Studio. Eines ist allerdings bei einer Selbstständigkeit im Bereich Fitness Coach und Personal Trainer auf jeden Fall zwingend notwendig: Eine Trainerlizenz und das dafür notwendige Fachwissen.

Durch fortschreitende Kommerzialisierung und steigenden Wettbewerbsdruck in der Fitness- und Wellnessbranche steigt die Angebotspalette kontinuierlich. Dies bedeutet für den Kunden eine größere Vielfalt, sorgt allerdings auch für das Problem, das für sich passende Training zu finden. Aufgrund hoher Unterhaltskosten sparen immer mehr Fitnesszentren an dem Einsatz von zertifiziertem und ausgebildetem Fachpersonal im Trainingsbereich. Daher werden in der Praxis immer öfter Gruppen zusammengestellt und die Trainingspläne im Schnellverfahren erstellt. Auf die speziellen Kundenwünsche wird oftmals nicht mehr eingegangen und das früher übliche Vorgespräch mit dem Kunden entfällt. Auch im täglichen Trainingsablauf rückt der Kunde in den Hintergrund und es wird mehr Wert auf das Gewinnung von Neukunden gelegt.

Doch auch der Anspruch der Trainierenden steigt in puncto Individualbetreuung, denn die Trainingsziele bleiben teilweise unerreicht, da schlichtweg keine professionelle Betreuung vorhanden ist. So bleiben viele Fragen, die während des Trainings auftauchen, in der Regel unbeantwortet: Wie lange muss ich trainieren, um erste Erfolge zu sehen? Und ist der Muskelkater in meinem Bauch nun ein gutes oder doch eher ein schlechtes Zeichen?

Personal Trainer – in Amerika an der Tagesordnung

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Der Personal Trainer – ein persönlicher Sportlehrer, desen Dienste sozusagen „gemietet“ werden – ist in Amerika bereits seit über zwanzig Jahren bekannt. Auch bei uns entscheiden sich immer Fitnessbegeisterte dafür. Mit einem Fitness Personaltrainer trainieren nicht ausschließlich berühmte Persönlichkeiten und gestresste Geschäftsleute, sondern auch andere gesundheitsbewusste Menschen, denen eine Individualbetreuung wichtig ist. Dabei geniest der Personal Coach in Deutschland nicht denselben Status wie in Amerika, denn die Zielgruppe ist in Übersee deutlich größer als bei uns.

Das Stundenhonorar eines Personal Fitness Coachs liegt zwischen 40 und 130 Euro. Nach einer Zielanalyse wird ein maßgeschneiderter Trainingsplan für den Kunden unter Berücksichtigung des jeweiligen Gesundheits- und Fitnessstandes und der zeitlichen und finanziellen Mittel erstellt. Das folgende Training kann dabei in den eigenen vier Wänden, in der Natur, im Büro oder in einem Fitnessstudio unter Anleitung des Trainers stattfinden. Auch leistet der Fitnesstrainer Hilfestellung, den Trainierenden auf eine gesündere Ernährung und Lebensweise umzustellen.

Dazu benötigt jeder Personal Trainer natürlich fachspezifische Kompentenzen. Neben Kenntnissen in der Trainingslehre und Anatomie werden auch Kenntnisse in Marketing und Betriebswirtschaft benötigt.

Wer bietet eine entsprechende Ausbildung an?

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Um eine entsprechende Trainer-Lizenz zu erwerben, gibt es verschiedene Ausbildungsgänge. Diese werden von verschiedenen Privatakademien angeboten. Die Kosten für solch einen Lehrgang liegen zwischen 900 und 1.900 Euro und werden entweder als Tageskurse oder Wochenendlehrgänge absolviert. Die Unterrichtseinheiten variieren zwischen 40 und 120 Einheiten. Im Anschluss oder während der Ausbildung kann zudem ein Praktikum absolviert werden.

Einige Ausbildungsstätten setzen als Aufnahmekriterium eine B-Lizenz eines Fitness- oder Aerobic Instruktors oder eine andere gleichwertige Ausbildung voraus. Da der Personal Fitness Trainer keine staatlich anerkannte Ausbildung ist, ist solch eine Vorausbildung jedoch nicht vom Gesetzgeber vorgeschrieben.

Für eine Selbstständigkeit sind jedoch, neben einer fundierten Ausbildung, auch noch andere Kenntnisse relevant. Denn in Zukunft muss der Trainer seine Leistungen den Kunden selbstständig in Rechnung stellen und darüber Buch führen. Gerade Unternehmensneugründungen sind nicht einfach, denn es müssen bestimmte gesetzlich notwendige Anmeldungen erfolgen. So muss zum Beispiel am Ort des Unternehmenssitzes eine Gewerbsanmeldung bei der zuständigen Gemeinde erfolgen. Ebenso muss eine Anmeldung beim Finanzamt erfolgen. Darüber hinaus können unter bestimmten Voraussetzungen Fördergelder beantragt werden. Neugründer, die selber über keine eigenen betriebswirtschaftlichen Fähigkeiten verfügen, sollten sich hierzu bereits vor Gewerbeanmeldung Rat bei einem Steuerberater oder Gründungsberater einholen. Diese helfen auch bei der Erstellung eines Businessplanes, der für eine Beantragung von Fördermitteln oder eines Kredites zwingend notwendig ist.

Eine Antwort auf „Beruf Personal Trainer: Das Hobby zum Beruf machen und Fitnesstrainer werden“

  1. Der Schritt das Hobby zum Beruf zu machen ist wirklich nicht einfach. Selbst wenn man alle Formalitäten erledigt hat, ist immer noch das große Problem Kunden zu bekommen. Also man sollte sich das wirklich gut überlegen und vielleicht erstmal nebenbei damit anfangen. Gleich seinen Lebensunterhalt damit zu verdienen wird nicht einfach.

    Ich meinem Lizenzlehrgang saßen viele Leute die von dem Arbeitsamt gefördert worden, also da gibt es im Rahmen einer Weiterbildung wohl auch einige Möglichkeiten.

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