Schnellkraft im Kraftsport: zyklische und azyklische Schnellkraft + Trainingsbeispiel

„Ey du hast aber Kraft!“, diesen Satz haben viele von uns schonmal in irgendeinem Bezug gehört! Aber was genau ist Kraft eigentlich? Ist ein Boxer stark? Ist ein Bodybuilder stärker als ein Boxer!? Um derartige Fragen zu beantworten muss man die Anpassungsfähigkeit des Menschen analysieren.

Anpassungsfähigkeit

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Der Körper passt sich den Umständen an. Diese Eigenschaft machen sich viele Sportler zu nutze.

Kampfsportler können zum Teil unglaublich schnell schlagen bzw. kicken sowie Wurf- und Hebeltechniken ausführen. Trainiert man auf Kraft bzw. Masse, dann steht eher das Volumen des Muskels im Vordergrund. Schwere Gewichte werden gestemmt, es werden neue Reize gesetzt indem man die Belastung langsam und beständig erhöht. Hinter jeder Sportart steckt eine Gewisse Technik. Verschiedene Sportarten schließen sich nicht aus. Man kann durchaus Kraftsport betreiben und gleichzeitig in einem Judo- oder Boxverein fit werden.

Ein prominentes Beispiel zum Beweis wäre Mike Tyson. Ein Schwergewichtler mit respektabler Schnelligkeit, zumindest damals. Die Schnellkraft spielt aber nicht nur im Kampfsport eine Rolle.

Man weiß, dass sie auch für Sportarten wie Kugelstoßen oder Tennis wichtig ist. Selbst Ruderer, die für unser Auge eher langsame und gleichmäßige Bewegungen ausführen, arbeiten mit Schnellkraft. Sie arbeiten gegen hohe Widerstände und das mit größtmöglicher Geschwindigkeit. Gleichzeitig benötigen sie viel Kraft und viel Ausdauer.

Wie definiert man Schnellkraft?

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Als Schnellkraft bezeichnet man die Fähigkeit des neuromuskulären Systems, in relativ kurzer Zeit einen höchstmöglichen Impuls zu erzeugen.

Es gibt 2 Arten von Schnellkraft:

  • Schnellkraft die das Ziel hat einem Gegenstand eine höchstmögliche Endgeschwindigkeit zu geben
  • Schnellkraft die das Ziel hat eine körpereigene Bewegung in möglichst kurzer Zeit auszuführen

Sportarten, repräsentativ für Schnellkraft:

  • Boxen
  • Jiu Jitsu (Schläge)
  • Wing Tsun (Form von Kung fu)
  • Kung Fu
  • Sprinten
  • Diskuswerfen
  • Rudern
  • Eissprint
  • Kugelstossen
  • Olympisches Gewichtheben
  • Tennis

Man muss im Sport zwischen einer azyklischen (einfachen) und einer zyklischen (mehrfachen) Bewegung unterscheiden.

Eine azyklische Bewegung findet man in vielen Ball und Wurfsportarten. Von einer zyklischen Bewegung spricht man beim Schwimmen oder Sprinten in Kurzdistanzen. Einige Sportarten beruhen auf einer Kombination beider Bewegungsarten, Beispiele wären Weit- oder Hochsprung etc.

Wie soll ich kombinieren?

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Nehmen wir an jemand geht gerne Boxen. So sollte er – wenn er Krafttraining machen möchte – nach dem Schema 1 zu 3 trainieren.

Das bedeutet 1x Krafttraining und die darauf folgenden Einheiten Schnell- bzw. Schlagkraft oder Ausdauer.

Man kann davon ausgehen, dass ein Muskelaufbau Training vor einem Schnellkraft Training notwendig ist. Ist die Muskulatur gut ausgebildet, bleibt man meist von Verletzungen verschont. Würde sich eine sehr unsportliche Person z.B. am Diskuswerfen versuchen, wären Gelenkschäden und Ähnliches vorprogrammiert.

Welche Kraft ist für die Schnellkraft noch wichtig?

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Sprechen wir nochmal über zyklische und azyklische Schnellkraft. Man muss betrachten zwischen welchen verschiedenen Arten der Kraft, die aktuelle Bewegung pendelt.

Beim Rudern beispielsweise würde man wieder von zyklischer Schnellkraft sprechen. Die zyklische Schnellkraft pendelt zwischen Ausdauer und Kraftausdauer. Die azyklische Schnellkraft pendelt zwischen Maximalkraft und Bewegungsschnelligkeit. Geeignete Beispiele wären Olympisches Gewichtheben oder Tennis. Hier wird deutlich, das die Schnellkraft alleine nicht ausreicht. Sportler müssen vielseitig trainieren um ihre Schnellkraft entsprechend nutzen zu können.

Fazit

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Wir stellen fest, dass das Erlernen von Schnellkraft ein gewisses Maß an Muskulatur und sportlichem Grundwissen vorraussetzt. Denn die Schnellkraft tritt meist in Kombination mit anderen Kraftarten auf.

Wer selbst in dieser Hinsicht aktiv werden möchte, sollte mindestens diesen Artikel gelesen haben, aber besser noch detaillierte Informationen über seine Sportarten finden und gegebenenfalls mit einem Trainer Rücksprache nehmen.

Ein Gastbeitrag von Nico

Viel Spaß und Erfolg im Training!

2 Antworten auf „Schnellkraft im Kraftsport: zyklische und azyklische Schnellkraft + Trainingsbeispiel“

  1. Hallo Ruben,

    diese Frage musst du für dich selber beantworten können. Das kommt darauf an wann und wieviel Zeit du hast und wie oft du pro Woche trainieren willst. Mögliche Trainingstage sind bei dir also Dienstag, Mittwoch, Freitag, Samstag oder Sonntag. Wobei mir persönlich hier Mittwoch und Samstag am sinnvollsten erscheinen.

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