Kaffee am Morgen: Fördert Koffein die Regeneration der Muskeln?

Kaffeemaschinen in Fitnessstudios machen Sinn, wenn man jüngsten Forschungsergebnissen glaubt, denn Koffein mit seinem breiten Wirkungsspektrum fördert unter anderem die Muskelregeneration.

Viele Sportler kennen den Effekt vielleicht gar nicht genau, sie nutzen den Kaffee während des Trainings vor allem als Stimulans für die Konzentration. Die Wirkungen auf das ZNS (Zentralnervensystem) erhöhen die Stimmung, den Antrieb und die Motivation. Zudem schonen die Antioxidantien des Kaffees die Zellen, das enthaltene Koffein schützt die Glycogenspeicher.



Kaffee für die Regenerationsphase?

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Kaffee ist natürlich kein ausgesprochenes Fitnessgetränk, er schadet aber keinesfalls, sondern kann Regenerationsprozesse in den Muskeln unterstützen. Zudem fördert er in Maßen den Kreislauf allgemein durch die folgenden Effekte:

  • Anregung des Zentralnervensystems
  • Steigerung von Herzfrequenz
  • Förderung von Glycogenolyse und Lipolyse
  • Hemmung der Rückresorption aus dem Primärharn (daher schwach harntreibend)
  • Gefäßerweiterung in der Peripherie
- Anregung der Peristaltik

Die Nervenzellen bilden bei längerem Kaffeegenuss mehr Rezeptoren aus und fördern damit die Bindung von Adenosin-Molekülen an Rezeptoren, was zu einer allmählichen Koffein-Toleranz führt. Das bedeutet – als kleine Nebenbemerkung – eine leicht abgeschwächte Wirkung von Kaffee bei Dauertrinkern. Es gibt Personen, die über Jahre und Jahrzehnte praktisch nichts außer Kaffee trinken und dabei vollkommen gesund bleiben.

Wie viel Koffein führen uns denn die Kaffeemaschinen zu?

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Koffein war lange verpönt, die Warnungen vor dem Nervenstoff sind Jahrhunderte alt. Karl Gottlieb Hering ließ in seiner Kaffeekantate verlauten: „C-A-F-F-E-E, trink nicht so viel Kaffee!“, das war in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts, als Mitteleuropäer den Kaffeegenuss für sich entdeckten. Lange stand Koffein sogar auf Dopinglisten (bis ins späte 20. Jahrhundert), bis man feststellte, dass es schon gefährlich hohe Dosen sein müssten, damit eine illegale Leistungssteigerung möglich wäre.

Der Stoff kommt in der Natur häufiger vor, auch im Tee, in Mate, der Kolanuss und in Guaraná. In gerösteten Kaffeebohnen sind es noch 1,3 – 2,0 %, in Teeblättern mit 3,0 – 3,5 % deutlich mehr.

Das soll sagen: Es gibt keine Gefahr durch Koffein!

Doch was bewirkt Koffein hinsichtlich der Muskelregeneration? Ganz einfach: Die Schonung der Glycogenspeicher durch Koffein bewirkt, dass weniger Kohlehydrate sinnlos verbrannt werden, die Muskeln regenerieren also schneller, auch während des Trainings bleibt die Ausdauer länger erhalten. Ein weiterer Effekt ist die Steigerung der Aktivierung im Striatum durch Koffein, was der Bewegungsinitiierung maßgeblich zugutekommt. Das Ausmaß der Muskelausschöpfung steigt um durchschnittlich drei Prozent, allerdings kann der Effekt durch die vorn beschriebene Koffein-Toleranz bei Dauerkaffeetrinkern leicht sinken. In jedem Fall sind Kaffeemaschinen im Fitnessstudio von großem Nutzen.

Wie ist deine Meinung? Trinkst Du gern Kaffee vor dem Training als Booster? 🙂 Schreibe mir in den Kommentaren…

Viel Spaß und Erfolg im Training!

5 Antworten auf „Kaffee am Morgen: Fördert Koffein die Regeneration der Muskeln?“

  1. Es war (Text und Melodie) Karl Gottlieb Hering (1766 – 1853) und nicht Bach, der C A F F E E vertont hat. Wie ernst darf man den weiteren Inhalt nehmen, wenn schon das nicht gut recherchiert ist

  2. Warum wird hier explizit Werbung für Bosch-Kaffeeautomaten gemacht? Unterscheidet sich „Bosch-Koffein“ von anderen
    Herstellern??? 😉

    Ich finde so etwas gehört in einen unabhängigen Artikel nicht hinein, da sonst die Glaubwürdigkeit leidet

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