Der Mythos der sexuellen Enthaltsamkeit vor dem Training ist überholt

Wer sich mit Sport und gezieltem Training befasst, landet früher oder später immer wieder bei dem altbekannten Mythos, dass Sex vor dem Training eher schade als nütze. Auch wenn grundsätzlich festgehalten werden kann, dass körperliches Training generell einen positiven Effekt auf den Sexualtrieb bei Männer hat, ist kaum belegt, wann denn dieser stattfinden sollte. Hier solltest du auch unterscheiden, welcher Sportart oder welches individuelle Training du machst, denn die Wirkungen der einzelnen Hormone deines Körpers haben unterschiedliche Effekte.

Somit ist die Frage nach einer positiven oder negativen Wirkung von Sex vor dem Training nicht grundsätzlich zu beantworten.

Sex vor dem Training ist generell kein Problem

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Verschiedene Studien haben belegt, dass Männer, die drei- bis fünf Mal pro Woche eine Stunde trainieren, ein besseres Sexleben genießen als unsportliche Männer. Im Allgemeinen wurde bestätigt, dass die Orgasmusfähigkeit und generell die Sexualfunktionen zunahmen. Auch bei Frauen konnte grundsätzlich ein positiver Effekt durch Sex vor dem Training nachgewiesen werden, der sowohl physiologisch als auch psychologischer Natur war.

Tatsache ist aber auch, dass du Sex vor sportlichen Wettkämpfen vermeiden solltest. Dies gilt vor allem wenn du Sportarten machst, bei denen Schnelligkeit und Kraft benötigt wird, also zum Beispiel

  • Marathon Laufen
  • Rad fahren
  • Bodybuilding
  • Gewicht heben

Denn die durch einen Orgasmus ausgeschütteten Hormone wirken auf das vegetative Nervensystem und haben eine beruhigende Wirkung auf deinen Körper. Auch das bekannte Glückshormon wird während eines Orgasmus vermehrt produziert, sodass die Aggressivität reduziert wird. Damit wirst du generell ruhiger und entspannter, was bei Schnellkraftsportarten wenig förderlich ist. Denn oft ist eine Grundaggressivität nötig, damit du Höchstleistungen erbringen kannst.

Wenn du hingegen Sportarten betreibst, die mit hoher Konzentration verbunden sind, wie zum Beispiel…

  • Bogenschießen
  • Krafttraining
  • Fechten

…ist Sex vor dem Training zuträglich, da ja bekanntermaßen die Zufriedenheit und die Konzentrationsfähigkeit steigt. Natürlich ist dabei zu bedenken, dass Sex vor dem Training eine erhöhte Pulsfrequenz und Auswirkungen auf die Herzfrequenz hat, insofern kann eine kurze Ruhepause vor dem unmittelbaren Loslegen ganz gut tun.

Einfluss von Sex vor dem Training ist individuell

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Inwieweit sich Sex vor dem Training auf deine Leistungsfähigkeit auswirkt, hängt unter anderem davon ab, ob du lediglich als Freizeitsportler oder tatsächlich als Hochleistungssportler aktiv sein möchtest und was du konkret erreichen möchtest. Denn bei letztgenanntem hat die Produktion der Sexualhormone Auswirkungen auf deinen Körper. Diese Hormonproduktion regt den Muskelaufbau an und fördert durch den gesteigerten Testosteronspiegel zusätzlich deine Grundaggressivität. Letztendlich kann dies Auswirkungen auf deine Motivation und deinen Antrieb haben, hochgesteckte Ziele auch tatsächlich zu erreichen. Geeignete Trainingspläne und weitere Tipps zum Thema Muskelaufbau Training findest du z.B. auf muskelaufbau.de oder in unserem Muskel Maps Masterplan für Muskelwachstum.

Sex vor dem Training kannst du aber auch einfach als effektives Cardioprogramm betrachten, denn natürlich sind Herz- und Pulsfrequenz zu diesem Zeitpunkt höher als normal. Erwiesenermaßen haben Sportler eher ein vermehrtes Verlangen auf Sex, vor allem Ausdauersportarten tragen dazu bei, dass der Testosteronspiegel hoch ist. Dies führt unter anderem dazu, dass die Libido steigt und die stärkere Durchblutung des Genitalbereiches verbessert die Erektionsfähigkeit. Wenn du also zwei bis dreimal pro Woche knapp eine halbe Stunde Ausdauersport machst und anschließend gemäßigtes Krafttraining machst, überzeugst du nicht nur mit einem gestählten Körper, sondern auch mit geballter Manneskraft. Diese kann ohne weiteres beim nächsten Sex vor dem Training zum Einsatz kommen.

Sex findet im Kopf statt

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Klar ist, dass ein Zusammenhang zwischen Sport, gesundem Lebensstil und sexuellen Begehrlichkeiten besteht. Wenn du Sex vor dem Training hast, bist du psychisch ausgeglichener und selbstbewusster. Viele Sportler sind einfach nur entspannt nach dem Sex und so zu neuen sportlichen Herausforderungen neu motiviert und körperlich dazu im Stande. Diesen positiven Effekt kannst du natürlich bei der sportlichen Aktivität nutzen, denn wenn man sich wohl fühlt und begehrt wird, fällt vieles leichter.

Damit ist die Frage nach dem Sex vor dem Training grundsätzlich individuell zu klären. Denn manche Männer profitieren vom gesteigerten Testosteronspiegel, andere wiederum werden einfach zufriedener und manchmal eher müde. Die Faustregel, kein Sex vor dem Training oder dem Wettkampf, kann nicht mehr als allgemein gültig bezeichnet werden und ist eher in den Bereich der sportlichen Mythen einzuordnen. Dabei ist es egal, ob der Sex vor dem Training lediglich zwei Stunden oder eine ganze Nacht zurück liegt, meist wirst du keinerlei Leistungsverminderung feststellen. Die unmittelbare Zeit vor dem Training solltest du einfach so verbringen, wie du dich rundum wohlfühlst. So ist gewährleistet, dass du anschließend zu Höchstleistungen bereit bist.

Viel Spaß und Erfolg im Training!

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