Das effektive Heimtraining: Zuhause trainieren oder doch ins Fitnessstudio?

Die meisten Deutschen bewegen sich zu wenig. Diese Tatsache dürfte auch nicht verwundern. Schließlich wird in der Regel einem Beruf nachgegangen, welcher keine oder nur einfache und monotone Bewegungen erfordert. Die Folgen dieses Missstandes lassen sich vor allem in der Gesundheit der Menschen erkennen. So ist beispielsweise ein relativ großer Anteil der Bevölkerung übergewichtig oder leidet unter Haltungsschwächen, was sich etwa in Rückenschmerzen äußert.

Die Lösung für diese Problematik ist eine eigentlich einfache: ein regelmäßiges sportliches Training. Doch muss für ein solches Training wirklich ein Sportstudio aufgesucht werden oder reicht nicht auch ein Heimtraining? Und mit welchen Geräten und Übungen und nach welchen Vorgaben könnte so ein Heimtraining absolviert werden?

Heimtraining oder Fitnessstudio?

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Zunächst einmal soll die klassische Frage geklärt werden, was denn nun besser sei: das Heimtraining oder das Fitnessstudio.

Diese Frage lässt sich leider nicht pauschal beantworten. Schließlich bieten beide Varianten einige Vorteile und Nachteile, deren Gewichtung für jeden anders ausfallen.

Das Sportstudio bietet einerseits eine Vielzahl an Fitnessgeräte, sozialen Kontakt und eine gewisse Verpflichtung, da man für diese Möglichkeit des Trainings bereits bezahlt hat. Negativ fällt hingegen auf, dass die bereits genannten Mitgliedsbeiträge entrichtet werden müssen und das Training verhältnismäßig viel Zeit in Anspruch nimmt.

Das Heimtraining wiederum kann aufgrund seines zeitsparenden Charakters und der Flexibilität überzeugen, welche der Trainierende genießt. So ist man nicht an Öffnungszeiten gebunden und kann auch schnell einmal eine viertel Stunde Pause effektiv nutzen. Nachteile des Heimtrainings ist die begrenzte Geräteauswahl an Fitnessgeräte, die fehlende Anleitung durch professionelle Trainer und die mangelnde Motivation, welche sich bei vielen Sportlern beim Heimtraining einstellt.

Bereits diese Aufzählung der Nachteile des Heimtrainings sollte aber zeigen, dass das Heimtraining an beispielsweise nur einem Heimtrainer wirklich sinnvoll sein kann. Schließlich können sich die richtigen Geräte besorgt und viele Übungen auch ohne Geräte ausgeführt werden. Zudem kann man für die nötige Motivation sorgen, indem ein Trainingstagebuch geführt und ein fester Trainingsplan erstellt werden.

Zuhause effektiv trainieren

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Soll nun in ein Heimtraining eingestiegen werden, stellt sich zunächst einmal die Frage, welche Geräte hierfür angeschafft und eingesetzt werden sollen. Bereits in folgenden Artikeln habe ich etwas über das Heimtraining geschrieben:

Es folgt deshalb eine Vorstellung der beliebtesten Heimgeräte und für welche Art von Training sich diese eignen.

Ein Klassiker unter den Heimgeräten ist zunächst einmal das Ergometer. Hierbei handelt es sich um eine Art Fahrrad, welches ein gezieltes Ausdauertraining erlaubt. Gleiches gilt für das Laufband, Crosstrainer, Stepper und Rudergeräte. Mit diesen lässt sich ebenso die Ausdauer schulen, wobei der gesamte Körper stärker in die Bewegung mit einbezogen wird.

Ein Krafttraining lässt sich dagegen einerseits mit einer Hantelbank absolvieren, welcher eine Langhantel beiliegt. Zudem macht es oftmals Sinn, einen Hantelständer mit verschieden schweren Gewichten zu erwerben. Letztlich gibt es auch noch Heimtrainer, welche ein geführtes Krafttraining ermöglichen und oft vielfältig einsetzbar sind.

Zuletzt soll nun noch exemplarisch vorgestellt werden, wie ein solcher Heimtrainingsplan aussehen kann. In diesem Beispiel gehen wir davon aus, dass ein Stepper, eine Hantelbank und relativ wenig Zeit zur Verfügung stehen. Ziel soll es sein, den Körper allgemein in Form zu halten.

Nun könnte man drei Trainingseinheiten die Woche planen. Hier wird sich dann jeweils zunächst zehn Minuten auf dem Ergometer aufgewärmt. Daraufhin wird die Brust in Form von Bankdrücken trainiert. Dieses erfolgt im etwa schulterbreiten Griff, wobei die Langhantel bis kurz vor die Brust geführt wird und die Arme nie ganz durchgestreckt werden. Daraufhin wird der Rücken in Form des Ruderns mit Kurzhanteln trainiert. Abgeschlossen wird das Workout durch ein Trizeps und Bizeps Training, wofür wieder die Kurzhanteln eingesetzt werden.

Das Ganze war natürlich nur ein Beispiel. Sollte man mit den Kraftübungen einen Muskelaufbau erreichen wollen, ist es zudem wichtig, richtig zu trainieren. Die Standardmethode wäre dabei drei Sätze zu jeweils etwa zehn Wiederholungen, bis die vollständige Erschöpfung eintritt.

Viel Spaß und Erfolg im Training!

9 Antworten auf „Das effektive Heimtraining: Zuhause trainieren oder doch ins Fitnessstudio?“

  1. Hallo Tobias, gut dass du die Leser immer wieder auf ein effektives Heimtraining hinweist, denn der Gang ins Fitnessstudio ist eigentlich nur selten nötig (zu Reha-Zwecken wg. Geräte, absolute Sportanfänger, Fitnessleute die Gesellschaft und Motivation brauchen). Alle anderen sind mit einer Reckstange für die Tür, einem Schlingensystem (z. B. TRX) und einem paar Hanteln oder Kettlebells bestens ausgestattet. Wer sich dazu noch eine persönliche Betreuung leisten kann/mag, wird ein effektives, zeitsparendes Training zu Hause absolvieren können was garantiert zum Fitnesserfolg führt.

    1. Hallo Gerhard,

      da bin ich absolut deiner Meinung. Seit einiger Zeit trainieren ich nur noch selten im Fitnessstudio, seit ich mein eigenes Home Studio eingerichtet habe 🙂

      1. Das sehe ich auch so! Ich trainiere jetzt schon über 2 Jahre zuhause und kann mich so noch besser motivieren, als ins Fitnessstudio zu gehen. Für fast jedes Gerät gibt es Ersatz-Übungen und es macht Spaß immer wieder neue Übungen zu entdecken. Ich finde im Fitnes-Studio erliegt man zu schnell der „Routine“. Ein weiterer Vorteil beim Zuhause Trainieren: Man muss nicht fürs Duschen anstehen 😉

        grüße alex

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