Die 7 Unwahrheiten zum Thema Fitness und Muskelaufbau die einem immer wieder begegnen

Keiner von uns ist perfekt. Und wie auch im täglichen Leben gibt es im Fitnesssport und beim Muskelaufbau typische Irrtümer und Unwahrheiten die einem immer wieder begegnen. Wer optimal und effektiv gestalten will sollte sich über Trainingsmethoden informieren und sich mit den Grundlagen des Fitness Trainings beschäftigen.

Im heutigen Artikel möchte ich näher auf die Mythen und Märchen in Sachen Fitness und Muskelaufbau eingehen. Diese Unwahrheiten sind in vielen Köpfen bereits fest verankert bzw. werden uns häufig von leider unqualifiziertem Fachpersonal angepriesen. Vermeiden Sie diese 7 Irrtümer zum Thema Fitness.

Irrtum #1: Fettverbrennung setzt erst nach 30 Minuten ein

Es wird oftmals behauptet, dass die Fettverbrennung bei aerober Betätigung erst nach bis zu 30 Minuten einsetzt und bis dahin nur Glykogen verbraucht wird. Dies ist jedoch ein Irrtum.

Die Fettverbrennung ist, genauso wie die Verbrennung von Glykogen, den ganzen Tag aktiv und somit auch bei aerober Betätigung von der 1. Minute an. Einzig die Art und Höhe der Energiebereitstellung kann durch die Höhe der Intensität beeinflusst werden.

Irrtum #2: Es gibt einen Fettverbrennungspuls

Bei dem Thema wird behauptet, dass man bei einem Puls von 120-140 Schlägen pro minute am effektivsten Fett verbrennen würde und man beim Training in einem höheren Pulsbereich hauptsächlich Glykogen verbrennen würde und zudem auch die Muskelmasse angreifen würde. Auch dies kann man getrost in den Bereich der Bodybuilding-Mythen stecken.

Es stimmt zwar, dass, so höher der Puls, prozentuell weniger Fett und mehr Glykogen verbrannt wird, aber die Gesamtsumme an verbrannten Fettkalorien ist dennoch höher. Es gilt: je höher der Kalorienverbrauch desto höher auch die Fettverbrennung.

Irrtum #3: Die Form eines Muskels ist veränderbar

Dies ist eins der weitverbreitesten Irrtümer in der Fitness-Welt. Als bestes Beispiel hierfür gilt das beliebte Schrägbankdrücken und „oberer Brustmuskel“-Thema. Man sagt, das durch Schrägabnkdrücken speziell die oberer Brust aufgebaut wird. Dies ist jedoch Unfug.

Es ist zwar möglich, in begrenztem Maße, verschiedene Anteile des Muskels verstärkt zu akzentuieren, jedoch nicht dadurch eine stärkere Hypertrophie einzelner Muskelfasern zu erreichen.

Irrtum #4: Lokale Fettverbrennung durch Trainieren des Muskels

Wo hört man das nicht? Viele Leute beklagen sich über ihren Speck am Bauch und versuchen ihren Fettpolstern daher mit ausgegiebigem Bauchtraining zu Leibe zu rücken. Die Erfolge sind jedoch äusserst gering.

Das liegt einfach daran, dass man durch spezielles Bauchtraining nicht automatisch Fett am Bauch verliert. Dafür ist ganz einfach eine negative Kalorienbilanz verantwortlich. Man kann noch soviel Bauchmuskeltraining betreiben, ohne eine negative Kalorienbilanz werden die Bauchmuskeln nicht nennenswert herausgearbeitet werden. Es gilt: Fett wird immer am ganzen Körper verbrannt bzw. abgebaut, dies kann man durch spezielles Training nicht beeinflussen.

Irrtum #5: Hohe Wiederholungszahlen in der Definitionsphase

Hierbei handelt es sich wohl um den ältesten Mythos im Bodybuilding-Bereich. Er besagt, das man in einer Diät die Wiederholungszahlen erhöhen soll, damit man einen höheren Kalorienverbrauch erreicht und die Muskeln besser herausgearbeitet werden können. Natürlich stimmt auch dies nicht. Es ist zwar richtig, dass durch den höheren WH-Bereich der Kalorienverbrauch erhöht wird, aber das geschieht in einem so geringen Maße, das es zu vernachlässigen ist.

Dafür ist der Reiz auf die Muskulatur in einem Bereich jenseits der 15 wesentlich geringer, was, in Verbindung mit einem Kaloriendefizit, zu einem Abbau von Muskulatur führen kann. Daher gilt: Auch in der Definitionsphase soll im normalen Hypertrophiebereich (6-12) trainiert werden.

Irrtum #6: Mann und Frau muessen unterschiedlich trainieren

Auch dies kann man getrost zu den Mythen ablegen.

Der einzig relevante Unterschied zwischen Männern und Frauen besteht darin, das Männer wesentlich mehr Testosteron und frauen mehr Östrogen produzieren, was dazu führt dass Männer schneller Muskeln aufbauen und Frauen eher zum Fettansatz neigen. Auf das Training hat dies jedoch keinen Einfluss, davon mal abgesehen, das Frauen (ohne chemische Hilfsmittel) niemals die Muskelmasse eines trainierten Mannes erreichen können bzw. entsprechende Gewicht bewältigen könnten.

Irrtum #7: Es gibt Masse- und Definitionsübungen

Auch hier liegt ein weitverbreiteter Irrtum vor. Es wird von vielen Seiten behauptet, das man zwischen Masseübungen, die die entsprechende Muskelmasse bringen sollen, und Definitionsübungen, die diese Muskelmasse formen sollen, unterscheidet.

Richtig ist das die sogenannten Grundübungen (was die meisten fälschlicherweise als Masseübungen bezeichnen) eine höhere Wachstumshormonausschüttung bewirken und eine gröbere Zahl an Muskelfasern aktivieren, während Isolationsübungen (von vielen eben als Defi-Übungen bezeichnet) den Muskel gezielter belasten. Man kann aber nicht sagen, das die einen oder anderen generell besser zum Masseaufbau wären.

Viel Spaß und Erfolg beim Training!

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