Fitnessgetränke: selbstgemacht oder Fertigprodukt? Was sie bewirken können!

Du willst dafür sorgen, dass Deine Leistung während des Trainings konstant bleibt, oder Deinem Body nach dem Workout noch einen zusätzlichen Power-Kick verpassen? Energiedrinks und Shakes stehen hier hoch im Kurs, aber was bringen sie wirklich? Die Antwort gibts hier!

 

Fitnessgetränke: sinnvolle Ergänzung oder überflüssig?

Schaut man sich im Netz und in den Läden um, wird man schier erschlagen von dem überwältigenden Angebot an Fitnessgetränken. Pulver, Shots, Gels, Energie aus Dosen, Flaschen … oder doch besser alles selbst gemacht? Fest steht: Der Markt boomt! Doch welche Drinks machen nicht nur die Anbieter reicher, sondern Dich auch fitter? Wir haben mal genauer hingeschaut, was eigentlich drin ist, in den Wunderprodukten. Vorher ist aber noch ein Exkurs angesagt, nämlich:

 

Was braucht mein Körper eigentlich, um leistungsfähig beim Sport zu sein?

Wir wissen bereits, dass es angezeigt ist, vor, während und nach dem Sport ausreichend zu trinken, vor allem im Hochsommer. Je nach Länge Deines Workouts, verändern sich aber die Ansprüche, die Dein Körper an Dein Getränk stellt. Experten wie Prof. Dr. Michael Hamm sagen: Wasser pur reicht, wenn man nicht länger als 60 Minuten trainiert. Erst danach benötigt der Körper nicht nur Wasser, sondern auch Kohlenhydrate, um den Blutzuckerspiegel aufrecht zu erhalten. Ist der Blutzucker erst mal im Keller und Dein Körper in ein Flüssigkeitsdefizit geraten, so sinkt auch Deine Leistungsfähigkeit. Schwitzt Du stark, verlierst Du außerdem nicht nur Flüssigkeit, sondern auch Mineralstoffe. Also ist die Mission klar: Kohlenhydrate und Mineralien müssen her, und das bitte schnell! Aber wie sollte die ideale Quelle dafür aussehen? So einige Drinks trumpfen mit einer endlosen Zutatenliste auf oder dem Zusatz „isotonisch“. Aber was ist das eigentlich, welche Stoffe brauchst Du und schadet der Rest vielleicht sogar?

 

Isotonisch bedeutet zunächst nichts weiter, als dass eine Flüssigkeit die gleiche Nährstoffkonzentration aufweist wie menschliches Blut. Dadurch kann sie besser verdaut werden und bringt die mitaufgenommenen Nährstoffe entsprechend schneller in Deinen Blutkreislauf. Echte isotonische Getränke enthalten das Elektrolyt Natrium. Es sorgt dafür, dass Dein Körper die zugeführte Flüssigkeit viel rascher aufnehmen kann – und Dein Drink somit für Deine Zellen zum supereffektiven Frischekick wird. Die benötigten Kohlenhydrate werden durch einen Mix aus Glucose und Fruktose zugeführt. Im Idealfall ist das einfacher Traubenzucker, aber auch Maltodextrin, Stärke oder Fruchtzucker gehen. Wichtig ist, dass Dein Magen nicht belastet wird. Auch darf der Kohlenhydratanteil nicht zu hoch sein, wie es etwa bei Limonaden und Fruchtsäften der Fall ist. Trainierst Du sehr stark auf Ausdauer, zum Beispiel für einen Marathon, dann benötigt Dein Körper außerdem Nachschub an Kalzium, Magnesium und Kalium. Die Vitamine B1 und B2 runden das Nährstoffpaket ab, das Du für einen regen Stoffwechsel brauchst.

 

Schnell zur Hand: Fertigprodukte aus der Flasche

Isotonische Fitnessdrinks und Sportgetränke gibt es in zahlreichen Geschmacksrichtungen, sowohl beim Discounter oder Supermarkt als auch im Fachgeschäft beziehungsweise online. Die gängigste Sorte ist wohl Grapefruit und Zitrone. Welche Sorte wie mundet, ist letztlich persönliche Geschmackssache, im Vergleich mit frischen Produkte aber sicherlich eindeutig künstlicher. Schaut man auf die Nährstoffangaben der großen Marken wie Gatorate, Powerade, Isostar oder Multipower, fällt auf, dass Kalzium, Magnesium und Kalium drin sind, Natrium aber besser vertreten sein könnte. Vergleicht man die Discounter-Varianten, verschlechtert sich dieser Wert noch. Dafür findet sich Koffein recht häufig, vor allem bei den sogenannten Shots. Hier solltest Du unbedingt auf die Dosierungshinweise achten.
Erfreulich ist, dass der Großteil recht kalorienarm ist und mit unter 30 kcal auf 100 ml auskommt. Eher ungünstig ist, dass viele isotonischen Getränke mit Kohlensäure versetzt sind. Diese löscht zwar den Durst super und macht den Drink leckerer, bedeutet aber für den Magen mehr Arbeit. Im Extremfall kommt Dir das Getränk wieder hoch oder Du fühlst Dich träger statt erfrischt. Aromen und Süßstoffe sind Standard, können aber durchaus umstritten sein, wie zum Beispiel Aspartam. Einige Getränke punkten mit Vitaminzusätzen wie B3, B6, B12 und Vitamin C sowie Achtung bei bunten Drinks: Hier sind meist synthetische Farbstoffe enthalten, die nicht jeder verträgt. Wenn Du zum Fertigprodukt greifst, achte also immer genau auf die Zutatenliste.

 

Fitnessgetränke zum selbst mixen: verpulverte Energie?

Genau wie bei den Fertigdrinks aus der Flasche gilt hier: Augen auf beim Kauf! Immer zuerst die Inhaltsstoffe checken. Da Du die Pülverchen selbst zu einem Drink zusammen mixt, hast Du ein wenig mehr Kontrolle über den Geschmack, allerdings ist der bei vielen Produkten nicht gerade – sagen wir mal berauschend. Viele schmecken sehr künstlich. Da gilt einfach: runter damit und weitermachen. Letztlich musst Du selbst schauen, was Dir schmeckt beziehungsweise wo Du Deinen Fokus setzt: auf Geschmack oder Leistung. Aus sportphysiologischer Sicht sind viele Pulverdrinks zum Selbstanrühren jedenfalls durchaus empfehlenswert, zum Beispiel von Multipower.

 

Natur pur: Fitnessdrinks selbst machen

Am einfachsten und natürlichsten ist ein Spritzer Zitrone in einem natriumreichen stillen Wasser, um etwas Abwechslung in die Wasseraufnahme hineinzubringen. Auch grüner Tee mit einem Schuss Zitronensaft ist prima geeignet. Werden mehr Kohlehydrate benötigt, kannst Du Apfelschorle in einem Verhältnis von 1 zu 3 mischen. Hier hast Du aber wieder den Nachteil der Kohlensäure. Längst kein Geheimtipp mehr ist Kokoswasser in der Sportlerszene. Es punktet mit einem hohen Kaliumgehalt und stellt eine natürliche Natriumquelle dar. Leider ist es recht exotisch in unseren Breiten und daher entsprechend teurer.

Günstiger weg kommst Du mit einer Mischung aus Traubenzucker, Fruchtzucker und Zitronensäure. Damit der Drink wirkt, darf Kochsalz nicht fehlen. Die Faustfomel für einen Liter pure isotonische Power mit Fruchtgeschmack lautet: 1 bis 1,5 Gramm Salz, 20 g Maltodextrin, 930 ml Mineralwasser mit einem Natriumgehalt von 600 mg/l, der Rest wird mit Fruchtsirup in der gewünschten Geschmacksrichtung oder frischem O-Saft aufgefüllt. Dieser Drink ist ideal vor und während des Trainings. Nach einem Workout empfehlen sich eiweißhaltige Shakes, die Du ebenfalls selbst machen kannst. Gib dazu einfach eine Banane mit Milch und Quark in den Mixer. Auch Mandeln kannst Du mitverarbeiten. Ist Dir das zu dickflüssig, darfst Du natürlich gerne mit Wasser auffüllen bis zur gewünschten Konsistenz.

 

Klar, einen fertigen Drink zu kaufen, geht schneller und ist bequemer. Aber wirklich gesund ist etwas anderes und die selbstgemachten Drinks bekommst Du deutlich günstiger. Wenn Du wirklich sicher sein willst, was drin ist, gilt: Machs Dir selbst! Dank unserer Rezeptanregungen ist das jetzt doch auch gar kein Problem mehr. Hast Du weitere tolle Rezepte? Dann teil sie doch mit uns!

 

Eine Antwort auf „Fitnessgetränke: selbstgemacht oder Fertigprodukt? Was sie bewirken können!“

  1. Wenn man weiß wie es geht, sind Fitness Getränke (fertige) eigentlich unnötig. Man kann sich leckere grüne Smoothies ganz einfach selbst mixen. Geht super einfach.
    Vielen Dank für den tollen Artikel.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.