Ungewöhnliche Sporttrends 2016: Bist Du up to date?

Jedes Jahr bringt neue spannende Trends im Bereich Sport und Fitness. Über einige haben wir hier im Rahmen der FIBO schon berichtet. Du magst es ungewöhnlich? Dann schau Dir diese drei neuen Workouts unbedingt an!

 

Effektives Workout im Sitzen: Gyrokinesis

Ein Sitz-Workout, bei dem man Kondition, Koordination sowie Beweglichkeit trainiert und gleichzeitig die Muskeln strafft? Klingt erst mal zu schön, um wahr zu sein. Das Yogakonzept Gyrokinesis soll es möglich machen. Bei diesem Workout, das aus den USA kommt, trainierst Du 60 bis 90 Minuten auf einem Hocker. Übersetzt heißt es so viel wie „kreisende Bewegungen“ – und das beschreibt die Grundstruktur der Übungen auch recht gut. Indem Du eine Reihe von dreidimensionalen, kreisenden Bewegungen auf dem Hocker ausführst, trainierst Du Deine Wirbelsäule sowie die Bauch- und Beckenbodenmuskulatur. Somit ist das Konzept auch perfekt für Menschen mit Rückenschmerzen und Verspannungen.
Ursprünglich wurde Gyrokinesis bereits in den 70er-Jahren erfunden, und zwar von einem Tänzer und Ex-Profischwimmer namens Juliu Horvath. Nun verbreitet sich das Workout, das ganz nebenbei auch für eine bessere Haltung sorgen soll, mehr und mehr in Deutschland aus. Über 200 Studios und auch Therapiezentren bieten professionelle Gyrokinesis-Kurse in Deutschland an. Der Ablauf beginnt dabei immer mit dem sogenannten Awakening, das als Aufwärmphase fungiert. Zweck dieser Einführung ist es, durch eine Selbstmassage von Kopf und anderen Körperteilen die Sinne zu wecken und den Körper anschließend durch Bewegung der Wirbelsäule im Sitzen zu mobilisieren. Im Grunde ist Gyrokinesis von den Bewegungsabläufen her eine Mischung aus Tai Chi, Yoga, Tanzen und Schwimmen. Alle Bewegungen sollen fließend durchgeführt werden, um Verspannungen zu lösen. Nicht jede der Übungen muss dann unbedingt auf dem Hocker ausgeführt werden. Du kannst auch auf einer Matte am Boden oder im Stehen Übungen durchführen und erweiterst somit den Trainingseffekt auf weitere Körperregionen wie Schultern, Hüften, Hände und Füße. Wie beim Yoga üblich, haben die einzelnen Übungen Namen. Typische Elemente sind das Öffnen und Runden des Oberkörper, was bei Gyrokinesis Arch und Curl heißt.
Das Tolle ist, dass Gyrokinesis eigentlich für jeden geeignet ist. Einsteiger aller Altersstufen und Fitnesslevel können die Yogavariante ausüben. Besonders wenn Du viel am Schreibtisch arbeitest, ist Gyrokinesis das Richtige für Dich, denn es lässt sich super als Büro-Workout einschieben. Wer noch keine Yogaerfahrung hat, wird zu Beginn vielleicht etwas irritiert vom akzentuierten Atmen der Teilnehmer während der Übungen sein. Am besten also einfach mal einen Probekurs machen! Pro Trainingsstunde verbrennst Du in etwa 200 Kalorien, ein weiteres Zeichen dafür, dass man bei Gyrokinesis nicht nur „rumsitzt“.

 

Power für die Körpermitte: Hoopin

Nicht nur das Trampolin ist in der Fitnesswelt 2016 angesagt, auch der gute alte Hula-Hoop-Reifen ist unter neuem Namen zurück. Hula-Hooping – oder einfach kurz Hooping – nennt sich der Trendsport, der schnelle Abnehmerfolge verspricht und selbst Stars wie Beyoncé und Liv Tyler begeistert. Allein um den Reifen in der Luft zu halten, braucht es vollen Körpereinsatz! Schon bei der Grundübung, die Du vielleicht noch aus der Kindheit kennst, trainierst Du Bauch, Rücken, Po und Oberschenkel. Auch die Taille wird geformt und angeblich soll sogar Cellulite weichen, denn das Bindegewebe von Po und Oberschenkeln wird beim Kreisen mit dem Hula-Hoop-Reifen gestrafft. Wer das beherrscht, kann dann nach und nach die Arme mit in das Training einbeziehen und den Schwierigkeitsgrad steigern.
Hoopin kannst Du allein zur Musik Deiner Wahl oder auch als Gruppenworkout betreiben. Die Grundposition sieht so aus: Du stehst im etwa hüftbreiten Stand mit leicht angewinkelten Knien und geradem Rücken in Deinem Reifen, die Arme sind zur Seite gestreckt. Vergiss nicht Spannung aufzubauen und die Bauch- und Beckenmuskulatur zu aktivieren. Nun setzt Du einen Fuß leicht nach vorne, hebst den Reifen bis zum Kreuzbein hoch und gibst ihm dann mit den Händen Schwung. Durch Vor- und Zurückbewegen der Hüfte, wird der Reifen dann in der Bewegung gehalten. Wenn Du das sicher beherrschst, lass den Reifen doch mal über den Po bis zu den Beinen wandern, baue Sprünge ein, stell Dich auf die Zehenspitzen oder strecke die Arme dabei. Pro Variante sollten mindestens zehn Wiederholungen gemacht werden. Übungen mit dem Hula-Hoop-Reifen lassen sich übrigens schier unendlich erweitern, und zwar durch die Kombi mit anderen Sportarten. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Runde Hoopilates?
Da Hoopin als Ausdauersport gedacht ist, verbrennst Du dabei ordentlich Kalorien. Je nach Geschlecht, Alter, Gewicht und Größe sind das circa 400 bis 900 Kalorien pro Stunde! Durch die stetige und gleichmäßige Bewegung beim Hula-Hoopen kurbelst Du außerdem die Fettverbrennung an und machst Dein Herz-Kreislauf-System fit. Bleibt also nur noch zu entscheiden, welcher Hula-Hoop-Reifen es sein soll. Hier hast Du die Wahl zwischen Kunststoff, Holz, glatt oder mit Struktur – und sogar mit Wasser gefüllte und mit Magneten ausgestattete Varianten gibt es. Wichtig ist, dass Dein Trainingsgerät mindestens einen Durchmesser von einem Meter hat und wirklich für Erwachsene hergestellt wurde. Für Anfänger ist glatter Kunststoff ideal. Modelle mit Noppen haben zwar eine zusätzliche Massagewirkung, sorgen aber auch für mächtig blaue Flecken am Anfang. Etwas gnädiger ist ein spezieller Fitness-Hoop mit wellenförmiger Struktur. Die mit Gewichten wie zum Beispiel Wasser befüllten Reifen sind schwerer und daher eher etwas für Fortgeschrittene.

 

Workout und Entspannung in einem: Aerial Yoga

Aerial Yoga ist eine von unzähligen Abwandlungen beziehungsweise Schulen des klassischen Yoga (das übrigens auch etwas für Männer ist, wie wir hier gezeigt haben). Das Besondere hierbei ist, dass die Übungen, oder Asanas wie man beim Yoga sagt, in einem trapezförmigen Lycratuch durchführt. Ja, ganz recht, Du sitzt in einer Art Hängematte, die von der Decke baumelt! Was erst einmal wie ein gemütlicher Kuschelabend klingt, hat es in sich, denn für die Asanas im Tuch brauchst Du viel Körperspannung, um den Body zu stabilisieren. Mantras und Atemübungen sorgen zusätzlich für Entspannung.
Du fängst langsam an, Dich mit dem Oberkörper in das Tuch hineinzulehnen, schwingst dabei leicht hin und her und spürst, wie Deine Muskeln sich dehnen. Entspannt „abhängen“ ist ein wichtiger Teil des Workouts, das als Ergänzung zum normalen Yoga gesehen werden will. Während es bei Yogaübungen am Boden doch einmal etwas angespannt zugehen kann, soll Aerial Yoga noch mehr zum Loslassen animieren. Dass dies nicht nur im übertragenen Sinn gemeint ist, wird schnell klar, wenn man sich die Kopfüber-Positionen anschaut, die ebenfalls zum Aerial Yoga gehören. Du erfährst so eine Art Kontrollverlust, der den Stress von Dir abfallen lassen soll. In dem Tuch zu hängen hat noch weitere Vorteile, zum Beispiel, dass Du Dein Körpergewicht viel einfacher abgeben kannst und Dehnungen und Halteübungen leichter fallen. Wenn die Welt Kopf steht, wird außerdem Deine Wirbelsäule entlastet und Dein Rücken entspannt, ideal also wieder für Rückenschmerzpatienten.
Bei den verschiedenen Übungen mit Tuch massierst Du Deine inneren Organe, schonst Deine Gelenke und Du trainierst alle wichtigen Muskelgruppen, allen voran die tiefen Haltemuskeln. Kein Wunder, dass Luft-Yoga immer beliebter wird! Yoga im Tuch kannst Du inzwischen in vielen Städten wie Berlin, Hamburg, München oder Stuttgart machen.

Na, war etwas dabei für Dich, das Du auch gerne mal ausprobieren möchtest? Oder kennst Du andere ungewöhnliche neue Sporttrends, über die wir hier berichten sollten? Wir freuen uns auf Deinen Kommentar!

3 Antworten auf „Ungewöhnliche Sporttrends 2016: Bist Du up to date?“

  1. Hey, diese Trends klingen ja mal interessant. Also das mit dem Hula-Hoop-Reifen kenn ich bereits aus verschiedenen Fitnesskursen.

    Das mit der Hängematte klingt echt cool. Werde ich gleich mal googeln. Vielleicht finde ich ja ein Video dazu. Denn so recht kann ich mir das noch nicht genau vorstellen 😉

  2. Hallo 🙂
    ich wollte mal meinen Lieblingssport für die eigenen vier Wänden vorstellen. Durch Jumping Fitness auf dem Fitness Trampolin habe ich nun auch endlich meine Motivation für Sport gefunden. Joggen und Fitnessstudio war mir immer zu viel Aufwand.
    Im Gegensatz zum Fitnessstudio ist es nicht teuer und perfekt für Ausdauer und Koordinationstraining geeignet. Die Geräte gehen bei 50 Euro los, doch wenn man ein besseres haben möchte ist man so bei rund 100 Euro. Das Springen auf dem Trampolin macht zudem auch noch richtig viel Spaß! In dem Ratgeber http://fitness-trampolin-test.de/ wird auch beschrieben, dass es effektiver ist als Joggen.

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